Laos,…

Die Einreise nach Laos gestaltete sich einfach. Ich hatte mir inzwischen angewöhnt einfach nach vorne zu fahren. Dann stand ich mal da und stellte mich unwissend. Dann wurde mir in der Regel geholfen. Das funktionierte auch an der laotischen Grenze. Die Grenzer waren sogar sehr freundlich und hilfsbereit. Bis auf eine Menschenschlange vor einem Schalter, bei dem ich ca. 2€ für die Autopapiere bezahlen musste ging es auch sehr schnell.

Laos, Grenzübergang zu China, ich bin in Laos …

Dann ging es in die Stadt, welche überraschend viele große Baustellen hatte, an denen auch gearbeitet wurde. Ich suchte eine Möglichkeit Geld zu  wechseln, konnte aber nichts finden. Auch in einem großen (sehr leeren) Hotel wurde kein Englisch gesprochen. Irgendwann wechselte mir ein Wirt in einem Restaurant 200 Yuan in ein Packen laotischem Geld. Aktuell war der Wechselkurs 1:4000.

Ich fuhr weiter, erstmals wieder durch eine mehrere Kilometer lange Baustelle über Staubpisten welche nicht beschildert waren.

Irgendwann stand ich dann wieder vor einer Kontrolle, diesmal nur eine Warenkontrolle, welche wieder mein Auto kontrollierte. Vermutlich war die durchgefahren Stadt so eine Art Wirtsschaft-Sonderzone.

Nach der Kontrolle wurde die Straße langsam besser. Es ging in die Berge, diese waren zwar nicht sonderlich hoch, aber es ging laufend hoch (900m) und runter (600m). Sehr viel Wald, wenig Landwirtschaft mit überwiegend Reisanbau, viele kleine Dörfer am Rande der Straße. Die meisten Häuser in den Dörfer waren aus Holz, die Menschen sehr einfach gekleidet, freundlich aber nicht fröhlich. Nachmittags kam ich in einem Restaurant vorbei, hier traf ich eine englisch-sprachige Frau. Diese erzählte mir, daß ihr Mann 5Jahre lang in Deutschland studiert hätte und sie nun zusammen in der STADT …. ein Tourismus-Büro führten. Doch im Moment sei es sehr ruhig. Auf jeden Fall spielte sie mit anderen Frauen Karten, während ihre Kinder sich meisten mit Handy beschäftigten.

Laos, Kautschuk-Ballen, sehr verdreckt und riecht übel.
Laos, Leute warten am Wegerand bis ihr Kautschuk abgeholt wird.
Laos, Wald

Die Frau hatte mir einen in der Nähe liegenden Wasserfall empfohlen, so fuhr ich dorthin. Doch unterwegs wurde die Straße immer schlechter, ich war ja einiges gewohnt, doch dies wollte ich meinem Auto nicht antun. So kehrte ich ohne Wasserfall auf meine Strecke zurück.

Laos, meistens Wald oder Reisfelder
Laos,…

Gegen 5 Uhr war ich dann in der Stadt …. da wollte ich eigentlich für die Nacht bleiben, aber ich fand kein Hotel. Also fuhr ich weiter, die letzten 100km ging es weiterhin Berg runter und hoch, doch die Landschaft war nun schöner und die Straße besser. Ich erreichte die Grenzstadt … nach Thailand in der Nacht, doch fand ich da ein sauberes Hotel mit Schwimmbad. (Alter klassischer thailändischer Hotelstil)

Laos, ca. 60km von der Grenze zu Thailand entfernt

Am nächsten Morgen sah ich mit die Stadt an und fuhr auch ans Ufer des Mekongs. Nach ca. 3h wurde es mir zu langweilig und ich fuhr an die Grenze.

Laos, alter Grenzübergang nach Thailand, seit es die Brücke gibt, ist dieser verwaist.
Laos, Mekong

Die Ausreise aus Laos war einfach und es war auch wenig los. Dann ging es  über die neue Brücke über den Mekong zur thailändischen Grenzstation. Davor hatte ich während der ganzen Reise Sorge, daß es hier mit meinem Auto nicht weitergeht. Doch die Sorge war unbegründet, im Gegenteil. Die Grenze war die einfachste und freundlichste auf der ganzen Reise. Nachdem ich die bekannte Immigration-Papier ausgefüllt hatte, ging es in ein Büro wo freundliche Thailänder meine Papiere kopierte, Geld 220Bath kassierten und mir dann die nächsten Schritte erklärten. Passkontrolle und Customer Office. Nach diesen zwei auch sehr einfachen Schritten war ich in Thailand.