China, Datong

Am Abend erreichten wir die Stadt Datong. Datong ist mit 1.3 Millionen Einwohnern noch keine chinesische Großstadt. Datong war in der Wei-Dynastie (4+5 Jahrhundert) die Hauptstadt von China. Datong liegt in der Provinz Shanxi die wiederum im Landesteil innerer Mongolei zählt. Dieser nördliche Teil ist relativ wenig besiedelt und hat ca. 35Millionen Einwohner. D.h. Mehr als 5mal soviel wie die (äußere Mongolei). Bella lotste uns mit ihrem Handy-Navigation sicher zum Hotel. Das Hotel war einfach aber ok. Kostete auch nur 25. Ich glaube in allen chinesischen Hotels gibt es ein Einheits-Frühstück. Keinen Kaffee, Stück weiches Brot, gekochte Eier, Reis und ungekochtes Kraut. Das ganze in einem Blechgeschirr mit Stäbchen. Nicht so mein Ding, aber ok.

Am nächsten Morgen fuhren wir in Datong mit dem Auto zur 500 Jahre alten Stadtmauer.  Wow, was für ein Bauwerk, eine 30m breite Mauer, ca. 20m hoch und das ganze 7x7km im Quadrat. An jeder Seite riesige Tore, mit mehreren Kammern. Innerhalb der Stadtmauer gibt es nur alte zerfallene und nicht mehr bewohnte Gebäude. Auch die Schloßanlage ist anscheinend zerfallen. Ausserhalb der Stadtmauer, im Kontrast dazu riesige moderne Hochhäuser.

Datong, Stadtmauer
Datong, Stadtmauer
Datong, Stadtmauer, Wachturm
Datong, Stadtmauer, innerhalb der Stadt zerfallene Häuser, ausserhalb der Stadt moderne Hochhäuser,
Datong, Stadtmauer, innerhalb der Stadt zerfallene Häuser, ausserhalb der Stadt moderne Hochhäuser,

Anschließend suchten wir etwas zu essen, in einem typischen chinesischen Imbiss gab es ein belegtes Brot mit Fleisch und Gemüse gut gewürzt, lecker.

Am frühen Nachmittag fuhren wir in eine ca. 30km entfernte buddhistische Tempelanlage. Seit das der Mongole Kublei Khan Kaiser von China wurde (14 Jhd) ist China offen für alle Religionen. So entstand auch der Buddhismus in diesem Teil des Landes.

Datong, buddhistische Tempelanlage

Datong, buddhistische Tempelanlage
Datong, buddhistische Tempelanlage
Datong, buddhistische Tempelanlage

Die Tempel-Anlage ist sehr groß und besteht aus vielen Höhlen. Diese Höhlen erreichen eine Größe einer Kirche. Ringsum an den Wänden sind buddhistische Figuren in unterschiedlichsten Größe rausgemeiselt und auch mit verschiedenen Farben angemalt. Die Figuren und Statuen haben sich in den Höhlen vermutlich selber geschützt und sind deshalb noch gut erhalten. Die Anlage ist sehr stimmungsvoll und wird auch von chinesischen Touristen gut besucht. An einem Freitag ca. 11 Uhr war der Parkplatz voll.

Am Parkplatz kann man auch die Reisegewohnheiten der Chinesen gut erkennen. Ca. 500 Autos, 5 Reisebusse und kaum öffentlicher Nahverkehr.