China, Grenze und Erenhot

Die letzen ca. 200km in der Mongolei gingen einfach zu fahren. Gute Straßen, wüstige Landschaft. Die letzten ca. 10km waren wieder Baustelle und die damit verbundenen staubigen festgefahrenen Straßen. Im letzen Dorf machte ich nochmals Halt. Ich aß das letze mal mongolisch d.h. Eine Pfanne voll Fleisch.  Das restliche mongolische Geld (60000 == 20€)  machte ich in den Tank.

Der übliche Stau vor der Grenze, doch es ging rel. schnelle. Viele freundliche Mongolen halfen mir bei den Formalitäten, das ging auch ohne  englisch. Nach ca. 1 Stunde war ich an der chinesischen Grenze. Dort war ich von meinem beauftragten chinesischen Reisebüro bereits angemeldet. Für die Passkontrolle wurde ich von einem Beamten freundlich empfangen und an der Schlange vorbei geschleust. Mit dem Auto ging es dann leider nicht so gut weiter. Da fehlte die Einfuhr-Erlaubnis und ich musste das Auto an der Grenze / Zollstation stehen lassen. Meine Reisebegleiterin Bella Yuan holte mich an der Zollstation ab. Wir fuhren dann die ca. 8km mit einem Taxi (12Yuan=2€) zum Hotel.

Erenhot, Grenzstadt, Hotel

In China war man wieder richtig in einer Stadt. Breite Straßen, große Häuser, alles sauber und geordnet. Das Warenangebot ist riesig, man meint jeder macht einen Laden auf und will etwas verkaufen. Da merkt man sofort die „freie Marktwirtschaft“. Der Verkehr ist in der Stadt sehr sicher geregelt. Die Autos dürfen max. 40 km/h fahren. Parallel zu den Autos gibt es viele Elektro-Roller und Elektro-Klein-Fahrzeuge. Die meisten davon sehen aus als älter 10Jahre. Es ist viel los in der Stadt, doch die breiten Straßen mit eine Linie für die Kleinfahrzeuge und einen breiten Gehweg machen das ganze sehr übersichtlich und sicher.

Alle kleinen Fahrzeuge sind elektrisch
Typischer klein – Fuhrpark, alles elektrisch, ansonsten moderne Autos wie in Deutschland. Jedoch auch fremde, vermutlich chinesische Marken.

Ich kaufte mir für 30€ ein einfaches Nokia-Tasten-Handy (fast das gleiche welches ich noch für Thailand besitze) und mit meiner Reisebegleiterin Bella besorgten wir noch ein chinesisches SIM. Jede SIM Karte wird personalisiert d.h. mit der ID-Karte oder dem Reisepass hinterlegt. So das Argument, weiß man immer wo wer ist.

Am nächsten Morgen kümmerte sich meine Reisebegleiterin Bella um die Zoll-Formalitäten. Ich machte eine kleine Stadtbesichtigung. Erenhot ist denke ich ein typische chinesische Kleinstadt. Viele Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants säumen die Straßen. Hier wird alles verkauft, was man sich denken kann. Z.B. Waren drei Lampen-Läden nebeneinander. Einer verkaufte klassische Lampen, einer moderne LED´s und einer Kronleuchter. Es gibt auch große Warenhäuser mit dann wiederum vielen kleinen Händlern welche irgendwelchen Krust anbieten.

In einem Lebensmittel-Supermarkt gibt es ebenfalls eine riesige Auswahl.

Um 12 Uhr konnte ich dann mit Bella mein Auto abholen, die Einfuhrerlaubnis war fertig. Jetzt fuhren wir zu Zulassungsstelle wo ich meinen bereits seit langem beantragten Führerschein und die Zulassung abholen konnte.

Nach einem typischen chinesischen Mittagessen, (Fischsuppe) ging es dann auf eine sehr gut ausgebaute, vierspurige Autobahn (High-Speed-Road) nach Datong. Bella achtete sehr darauf daß die Geschwindigkeits-Begrenzung von 80 oder 100 nicht überschritten wurde. Max. darf man auf den High-Speed-Roads 120km fahren.

Meine Reisebegleiterin Bella Yuan ist ein richtig quirliges Mädchen, 23 Jahre alt und hat ihr Tourismus Studium diese Jahr abgeschlossen. Mann merkt richtig welchen Elan, aber auch Gewissenhaftigkeit sie hat. Ich komme sehr gut mit ihr zurecht, ihr Englisch verstehe ich überraschend gut, meine englische Aussprache muss ich noch üben, ist sehr eingerostet, kommt aber.