Georgien

Am frühen morgen bin ich von Erzurum aufgebrochen. Noch ca. 300km bis zur Grenze Ardahan / Türkösi. Anfangs ging es über eine gut ausgebaute Schnellstraße wieder durch schöne Landschaften. Hochebene bis über 2500m.

Immer noch kleine versteckte Dörfer, viele Weiden mit Kühen, Schafe und Pferde.

Die letzten ca. 100km wurde dann die Straße kurviger und auch einspuriger. Dafür war auch immer weniger Verkehr. Das zeigte sich an der Grenze zu Georgien. Da war nichts los, keine Wartezeiten. An der türkischen Ausreise musste man zusätzlich zur Passkontrolle noch die Fahrzeug-Ausreise registrieren lassen.

Bei der georgischen Grenze wurde festgestellt, daß ich vom Vorjahr noch ein Strafzettel offen hatte. Ok, damals bin ich „rechtswidrig“ auf eine Schnellstraße umgedreht und dies wurde von der Polizei mit einem Strafzettel, ca. 15€ geahndet. Eine Überweisung in Deutschland funktionierte nicht, mangels IBAN – Nr. Musste ich halt jetzt nachbezahlen und zur Strafe noch etwas dazu. Anschließend musste ich das Gepäck ausladen, dies wurde dann gescannt, alles ok.

Auch wenn man von der Türkei nach Georgien einreist, stellt man fest, man kommt in eine andere Welt. Überall ist die Armut zu spüren. Schlechte Straßen, zerfallene und alte Häuser, nichts gepflegt. Plötzlich ist auch alles voll Wald, komisch, in der Türkei konnte man die Bäume zählen,… Ich denke das liegt in der Türkei an der intensiven Nutzung der Landschaft durch Ackerbau und Viehhaltung, vor allen an der Weidewirtschaft. Plötzlich ist (auch durch den Wald) alles eng. Die eigene Stimmung ändert sich, man wird ängstlicher und fühlt sich schlechter.

Nach ca. 100km schlechter Straße. Da Georgien nicht im Auto.Navi vorhanden ist, fuhr ich nach Verkehrsschilder. Plötzlich eine Autobahn nach Tiflis. Im Hotel „Claude Monet“ habe ich im Zentrum von Tiflis eine Bleibe gefunden. Hier mache ich erstmals eine Pause und schaue mit Tiflis an.